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Geld & Steuern

Minijob und Steuererklärung: Musst du eine abgeben?

2 Min. Lesezeit

Die meisten Minijobber müssen keine Steuererklärung abgeben. Aber in manchen Fällen lohnt es sich trotzdem -- und manchmal ist sie sogar Pflicht. Hier steht, was für dich gilt.

Warum Minijobber normalerweise keine Steuererklärung abgeben müssen

Dein Arbeitgeber zahlt für deinen Minijob eine pauschale Lohnsteuer von 2 % direkt an das Finanzamt. Das ist mit der Minijob-Zentrale so abgerechnet. Du siehst davon nichts, du zahlst nichts extra, und das Finanzamt ist zufrieden.

Ergebnis: Kein Eintrag in deiner Steuererklärung notwendig. Kein Stress.

Das gilt aber nur, solange dein Arbeitgeber die Pauschsteuer tatsächlich übernimmt. Frag kurz nach, falls du dir nicht sicher bist. Die meisten tun es -- weil es für sie einfacher ist.

Wann du trotzdem eine abgeben musst

Es gibt Situationen, in denen eine Steuererklärung Pflicht wird, auch als Minijobber:

  • Du hast neben dem Minijob noch andere Einkünfte, zum Beispiel aus einem Hauptjob, Freelance-Arbeit oder Kapitalerträgen über 1.000 €
  • Dein Minijob-Lohn wurde nicht pauschal versteuert, sondern nach Lohnsteuerklasse abgerechnet
  • Du hast Lohnersatzleistungen wie Arbeitslosengeld oder Elterngeld über 410 € im Jahr bezogen -- in diesem Fall greift der Progressionsvorbehalt
  • Das Finanzamt fordert dich direkt auf

Im Zweifel: Wenn du nur einen Minijob hast und sonst kein Einkommen, bist du in der Regel fein.

Wann es sich freiwillig lohnt

Hier wird es interessant. Selbst wenn du nicht musst, kann eine freiwillige Steuererklärung Geld bringen.

Du hast Werbungskosten

Fahrtkosten zur Arbeit, Arbeitskleidung, Arbeitsmaterial -- das alles sind absetzbare Ausgaben. Liegt dein Gesamteinkommen unter dem Grundfreibetrag (2026: 11.784 €), bekommst du einbehaltene Steuer zurück.

Dein Gesamteinkommen ist niedrig

Wer wenig verdient, zahlt oft zu viel Steuer -- oder gar keine, bekommt aber trotzdem eine Rückzahlung, wenn Vorauszahlungen geleistet wurden. Eine Erklärung kostet in diesem Fall nichts außer Zeit.

Du hast den Minijob nicht das ganze Jahr gehabt

Wenn du nur einen Teil des Jahres gearbeitet hast, kann die tatsächliche Steuerlast unter dem liegen, was bereits abgeführt wurde. Differenz zurückfordern.

Die Frist für eine freiwillige Steuererklärung liegt bei vier Jahren rückwirkend. Du kannst also jetzt noch die Erklärung für 2022 einreichen.

Wie du die Steuererklärung machst -- ohne Steuerberater

Für Minijobber ist die Steuererklärung in der Regel kurz. Ein paar Angaben zu Einkünften, Werbungskosten, fertig.

Das einfachste Tool dafür ist Taxfix -- eine App, die dich per Frage-Antwort durch die Erklärung führt. Keine Formulare, kein Fachwissen nötig. Dauert für einen unkomplizierten Fall wie einen Minijob oft unter 30 Minuten.

Was du brauchst, bevor du anfängst

  • Deine Lohnsteuerbescheinigung vom Arbeitgeber (falls der Minijob nicht pauschal versteuert wurde)
  • Belege für Werbungskosten (Fahrtkosten, Quittungen)
  • Deine Steueridentifikationsnummer (steht auf jedem Schreiben vom Finanzamt)

Den Rest fragt die App ab.

Fazit

Minijob und Steuererklärung -- meistens kein Thema. Aber wenn du Werbungskosten hast, nicht das ganze Jahr gearbeitet hast oder mehrere Einkommensquellen kombinierst, lohnt der Blick. Im besten Fall bekommst du Geld zurück, das dir schon gehört.

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Redaktion GetMinijob.deErstmals veröffentlicht am

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